Bildhauer Reinhard Mader und Nikolaus Pfeiffer, art & fakt

Mader

Den dritten und vierten Bildhauer, den wir vorstellen möchten, sind Reinhard Mader aus Tittling, Bayern und Nikolaus Pfeiffer aus Salzburg. Beide möchten zusammen eine Gemeinschaftsskulptur schaffen.

Der eingesandte Entwurf vereinigt zwei ganz unterschiedliche Arbeiten auf spannende und höchst amüsante Weise:

Da ist einmal die strenge Steinstele von Reinhard Mader. An ihr finden sich links und rechts zwei nach innen versetzte Spiegel, die scheinbar einen Durchbruch erwecken. Der Betrachter erfährt jedoch erst bei Annäherung sich selbst als eigenen Lichtblick. Auf der Vorderseite der Stele soll eine nach innen versetzte Nische den Eindruck eines Fehlversuchs erwecken, den Steinblock zu durchstoßen. Dieser erfolglose Versuch, einen Lichtdurchbruch zu erschaffen, führt zu der rigorosen Maßnahme des darüberliegenden gelungenen Durchbruchs.

Ein Ansatz, bei dem aus der Ausgangsform des Steins durch das Schneiden des Steins und dem Konstruieren zunächst fast die Anmutung entsteht, der Stein bestehe aus mehreren Teilen, jedoch bleibt er ein Ganzes.

Eine völlig andere Form bietet die fast realistische Abbildung eines neugierigen Kindes, das den herausragenden Stein erklommen hat. Hier wird der Steinblock zu einer leichten figurativen Skulptur. Der neugierige Blick durch das „Fenster“ überrascht den Betrachter mit der Ansicht des Kindergesichts. „Die Arbeit lässt erkennen“, so die beiden Künstler in ihrer Bewerbung, „dass die Bewahrung der kindlichen Neugier (zu erkunden was dahinter steckt) sowohl zur Überraschung, als auch zur Erkenntnis führen kann.

Beide Künstler können auf eine Vielzahl von Ausstellungen im In- und Ausland verweisen und auf viele Arbeiten, die sich in öffentlicher Hand und Museen befinden. Beide arbeiten auch häufig auf internationalen Symposien.

Der spannende Gegensatz beider Arbeiten faszinierte auch die Linderner Jury. So fand der Entwurf schnell ihre Zustimmung.