Ortskernentlastungsstraße Lindern

Pressemitteilung 22.10.2010

Ortskernentlastungsstraße förderfähig

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat den geplanten Bau einer Ortskernentlastungsstraße in Lindern als förderfähig anerkannt. Der Bau der Straße wurde durch das Ministerium in das „mehrjährige Bauprogramm" des Landes Niedersachsen aufgenommen. Auch die Planungen für den Bau der Straße sind weiter fortgeschritten. Nachdem der Landkreis Cloppenburg Ende September 2010 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet hatte, wurden die Pläne mit umfangreichen Unterlagen (Umweltverträglichkeitsprüfung, Schallgutachten usw.) öffentlich im Rathaus ausgelegt. Zeitgleich fand eine Behördenbeteiligung statt. Voraussichtlich im Frühjahr 2011 werden die eingegangenen Einwände im Rahmen eines Erörterungstermins besprochen, bevor im weiteren Verlauf der endgültige Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Ortskernentlastungsstraße erfolgen wird. Dieser Beschluss ist vergleichbar mit einer „Baugenehmigung" zum Bau der Straße.

Zeitgleich zu den Planungen wurden die betroffenen Grundstückseigentümer über den Verlauf informiert, allen Eigentümern wurde in der Zwischenzeit ein konkretes Angebot für den Erwerb der benötigten Teilflächen unterbreitet. Günstig für den Bau der Straße ist die Tatsache, dass bereits heute 42% der benötigten Flächen als Straßen- oder Wegeflächen vorhanden sind oder im Eigentum der Gemeinde stehen. Dies wird auch aus dem Übersichtsplan der Straßenführung ersichtlich. Die geplante Ortskernentlastungsstraße mit einer Regelbreite von 7,50 Metern beginnt aus Fahrtrichtung Werlte im Bereich des Fernsehturms Holthöhe und wird dort auf der vorhandenen Straßentrasse bis zur Kreuzung mit der Lienerschen Straße geführt. Auch der weitere Verlauf befindet sich auf der vorhandenen Straße „Mühlenberg" bis zur Kreuzung mit der Klöbberger Straße. Von dort verschwenkt die Straßenführung über die bisherige Wertstoffsammelstelle ins Gewerbegebiet. Im Kreuzungsbereich der neuen Ortskernentlastungsstraße mit der Löninger Straße soll ein Kreisverkehr entstehen. Nach Kreuzung der Straßen „Zum Berg" und „Im Haken" wird die Straße zwischen Osterlindern und Großenging wieder auf die Kreisstraße in Richtung Lastrup münden.

Noch ist unklar, wann genau mit dem Bau der Straße begonnen werden kann, denn erst nach dem Abschluss des Planfeststellungsverfahrens kann die Finanzierung der Straße mit Fördermitteln des Landes erfolgen. Nach bisherigen Vorstellungen hofft die Gemeinde auf eine Bewilligung bis Ende 2012, so dass der Bau der Straße vielleicht im Jahr 2013 gelingen könnte.

"Nadelöhr beseitigen"

Thümler sieht Umgehungen in Werlte und Lindern als Einheit
Lindern - Lob und Hoffnung brachte gestern der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Björn Thümler, zu seinem zweistündigen Besuch in Lindern mit.
Als „klein, aber fein und sehr leistungsorientiert" genieße die Kommune auch in Hannover hohes Ansehen, da hier mit seiner kleinen Verwaltung uns solidem Wirtschaften das Geld vernünftig angelegt werde, erklärte er zum Abschluss.

Bürgermeister Rainer Rauch und die CDU-Ratsmitglieder hatten die Wahlkampftour des CDU-Chefs im Landtag genutzt, um ihm ihre zurzeit wichtigsten politischen Anliegen vorzutragen. Rat und Verwaltung drängen auf die möglichst rasche Aufnahme der geplanten Ortskern-Entlastungsstraße ins Bauprogramm 2012 der Projekte der Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Mittel (GVFG).
Wahrscheinlich noch bis Anfang September werde der Kreis das Genehmigungsverfahren mit dem Planfeststellungsbeschluss abschließen, so dass das Projekt für 2012 zur Finanzierung im Wirtschaftsministerium angemeldet werde, erläuterte Rauch: Die Kommune hofft auf rund drei Millionen Euro aus Hannover, „die übrigen etwa 2,4 Millionen müssen wir selbst übernehmen", so der Bürgermeister. Der CDU-Fraktionschef äußerte Verständnis für das Linderner Anliegen, verwies aber gleichzeitig auf die „dramatische Überzeichnung" der Mittel. Gerade im Nordwesten seien für die nach regionalem Proporz vergebenen Gelder viele Projekte von Kommunen vorfinanziert worden, die jetzt vom Land refinanziert werden müssten.

Gleichzeitg betonte Thümler, dass die in Werlte bereits gebaute Entlastungsstraße und die Linderner Planungen für die Strecke zwischen Sögel und der B 213 in den Augen des Ministeriums eine Einheit bildeten. Es mache daher Sinn, „auch in Lindern das Nadelöhr schnell zu beseitigen. Werlte ist daher für Lindern ein Modell, dem man folgen sollte", so Thümler. Eine Korrektur werde es in der Fraktion bei den eigentlich geplanten Kürzungen der Zuschüsse für private Projekte der Dorferneuerung schon 2012 geben.


Bericht aus der Münsterländischen Tageszeitung vom 25.08.2011

Bekanntmachung

Einladung Flurbereinigung zur Ortskernentlastungsstraße

 

Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN), Regionaldirektion Oldenburg - Amt für Landentwicklung -
Stau 3, 26122 Oldenburg

Az.: 3.2.2-2465 / 0.3 Oldenburg, 22.07.2011

Einladung zum Aufklärungstermin über die geplante Einleitung des
Flurbereinigungsverfahrens Lindern - Entlastungsstraße
Gemeinde Lindern ; Landkreis Cloppenburg

Für einen Teil des Gebietes der Gemeinde Lindern ist in Absprache mit den örtlichen Trägern öffentlicher Belange wie der Gemeinde Lindern, der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Lingen, dem Landkreis Cloppenburg und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Bezirksstelle Oldenburg-Süd) die Durchführung einer Unternehmens-Flurbereinigung vorgesehen. Mit diesem Flurbereinigungsverfahren sollen die durch den Bau der Ortskern - Entlastungsstraße zu erwartenden landeskulturellen Nachteile gemildert bzw. vermieden werden.

Die geplante Abgrenzung des Flurbereinigungsgebietes und die an der Flurbereinigung beteiligten Flurstücke sind aus einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 5.000 und einer Gebietskarte (1:15.000) ersichtlich, die vom 08. August bis 24. August 2011 in der Gemeinde Lindern (Obergeschoss, Zimmer 12) ausliegen. Weitere Gebietskarten über die geplante Abgrenzung des Flurbereinigungsgebietes liegen in den Verwaltungen der Gemeinden Molbergen und Lastrup, der Stadt Löningen sowie der Samtgemeinde Werlte während der Dienststunden zur Einsichtnahme aus.


Betroffen sind in der Gemarkung Lindern die Fluren 6, 13, 31 - 32, 34 - 35 (jeweils teilweise).

Gemäß § 5 Abs. 1 des Flurbereinigungsgesetzes vom 16.03.1976 (BGBl. I, S. 546), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 19.12.2008 (BGBl. I, S. 2794), sind die voraussichtlichen Grundstückseigentümer über das geplante Flurbereinigungsverfahren und die voraussichtlich entstehenden Kosten aufzuklären.

Hierzu findet ein Termin statt am

Mittwoch, dem 24. August 2011, um 19.00 Uhr
in der Aula des Schulzentrums Lindern, Schulstraße 6, Lindern.


Zu diesem Termin werden hiermit alle Grundstückseigentümer sowie Erbbauberechtigte, deren Grundstücke in dem geplanten Flurbereinigungsgebiet liegen, eingeladen.

(Fabian)
Projektleiter


Die vorstehende öffentliche Bekanntmachung wird hiermit im Verbund bekannt gemacht:

Lindern, den 05.08.2011


Gemeinde Lindern (Oldb)

Der Bürgermeister

Rainer Rauch

Samtgemeinde Werlte

Der Samtgemeindebürgermeister

Werner Gerdes

Stadt Löningen

Der Bürgermeister

Thomas Städtler

Gemeinde Molbergen

Der Bürgermeister

Ludger Möller

Gemeinde Lastrup

Der Bürgermeister

Michael Kramer