Demographische Entwicklung in der Gemeinde Lindern

Auch Lindern befindet sich schon mitten im demographischen Wandel. So lautet das Fazit des ersten demographischen Gutachtens konkret für die Gemeinde Lindern, dass in der letzten Sitzung des Rates durch den beauftragten Gutachter Herrn Dipl. Ing. Peter Kramer aus Grünenplan vorgestellt wurde. Das Gutachten soll die zukünftige Bevölkerungsentwicklung bis 2025 und die daraus folgenden Konsequenzen für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Lindern aufzeigen.

Deutlich werden die Auswirkungen des demographischen Wandels bereits beim Vergleich der Bevölkerungspyramiden von 1970 und 2008. Zur Zeit des Babybooms in den 1960er Jahren bekam eine Frau in der Gemeinde Lindern durchschnittlich vier Kinder. Ende 1968 hatte die Gemeinde Lindern 3.784 Einwohner, 97 Neugeborene wurden im Jahr 1968 statistisch erfasst. In den nachfolgenden Jahren ging die Geburtenhäufigkeit auch in der Gemeinde Lindern zurück.

Soweit stabil bleibt nach der Prognose des Gutachters die Einwohnerzahl in der Gemeinde Lindern bis zum Jahr 2025. Dies gilt sowohl für das durchgerechnete „Aktiv-Szenario" wie das „Passiv-Szenario". Beim „Passiv-Szenario" geht Dipl. Ing. Kramer davon aus, dass bis 2025 das bisher erreichte Angebot an Infrastruktur wie z. B. die Bau- und Gewerbegebiete, der Kindergarten, die Schule lediglich an den aktuellen Bedarf angepasst wird. Beim „Aktiv-Szenario" geht der Gutachter davon aus, dass durch eine aktive Anwerbung von neuen Einwohnern auch die zielgruppenorientierte Schaffung weiterer Neubaugebiete erfolgen wird. Nach dem vorgestellten Gutachten verringert sich die Einwohnerzahl der Gemeinde Lindern bis zum Jahr 2025 im „Passiv-Szenario" um 2,6 Prozent, im „Aktiv-Szenario" steigt sie sogar um 1,8 Prozent. Im landesweiten Vergleich sind dies Ausgangswerte, die sich grundsätzlich von der Problemlage anderer Regionen in Ost- oder Südniedersachsen unterscheiden und eine gute Ausgangslage darstellen.

Allerdings wird es innerhalb der Altersstrukturen in den kommenden Jahren zu ganz erheblichen Veränderungen kommen.
So wird die Anzahl der „jungen Erwachsenen" im Alter von 18 bis unter 25 Jahren um 23 bis 26 Prozent, die Anzahl der Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde zwischen 10 und 18 Jahren sogar um 39 - 44 Prozent zurückgehen.
Dagegen steigt die Anzahl der 45 bis unter 65jährigen und der 65 bis unter 75jährigen um jeweils 21 bis 24 Prozent an.

Das nun vorliegende demographische Gutachten zeigt für alle Gemeindebedarfseinrichtungen wie Schule, Kindergarten, Altenhilfe usw. die in den nächsten Jahren wartenden Probleme und auch Lösungsvorschläge auf. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits heute im Bereich der Hauptschule Lindern. Sowohl bei der Schulentwicklung als auch bei allen anderen Themenfeldern gilt es, rechtzeitig die richtigen Schritte einzuleiten, um auch zukünftig gut aufgestellt zu sein.

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