start-lindern2015-6557.jpg

Die Geschichte Linderns

huenensteine_4.jpg
Hünensteine im Herrensand, 3.000 v. Chr.

Älteste Spuren einer bewegten Vergangenheit sind die eindrucksvollen noch vorhandenen großen Hünengräber, u. a. die „Schlingsteine" nordwestlich Linderns, die Hünensteine im Herrensand sowie die Garener Steine. Vermutlich stammen sie aus der Zeit um 3.000 v. Chr. In den Geschichtsbüchern taucht Lindern allerdings erst vor rund 1.000 Jahren auf: Als „Lindduri" ist es in einem Abgabenbuch des Klosters Corvey erwähnt.

Bereits 1288 wird Lindern als selbständiges Kirchspiel bezeichnet. Nach über 400jähriger Zugehörigkeit zum Fürstbistum Münster fällt Lindern 1803 an das Herzogtum Oldenburg. 

Wirtschaftlich knüpft der Raum Lindern Verbindungen mit den Niederlanden, da aufgrund der ungünstigen landwirtschaftlichen Bedingungen die Nebenerwerbszweige des „Hollandganges" (Torfgraben, Grasmähen) und des Woll- und Strumpfhandels sowie der Blaufärberei aufgebaut werden.

pingel_anton.jpg
Pingeln Anton, Bahnhof Lindern 1908

1900 erfolgt der Anschluss Linderns an die Kleinbahnstrecke "Pingel Anton" nach Cloppenburg, die bereits 1953 wieder eingestellt wird.

Gegen den Willen der Bevölkerung wird die Gemeinde Lindern 1933 aufgelöst und mit der Gemeinde Lastrup zusammengelegt.
Die Eingemeindung wird erst 15 Jahre später gelöst, seit 1948 ist die Gemeinde Lindern wieder selbständig.  

Nach der Währungsreform 1948 erfährt die Gemeinde einen starken Aufschwung. Die Flurbereinigung in den 50er und 60er Jahren verhilft der Landwirtschaft zu einer positiven Entwicklung. Mittelständisches Gewerbe, Handel, Handwerk und Dienstleistungen breiten sich in den Folgejahren auch in Lindern aus. 

Viele Neuansiedlungen führen dazu, dass neue Gewerbegebiete, aber auch Wohnsiedlungsgebiete, erschlossen werden, die heute das moderne Gesicht der Gemeinde maßgeblich prägen. 

Zahlreiche neu geschaffene Arbeitsplätze in Lindern sichern heute einen auch in wirtschaftlicher Hinsicht gesunden Wohnstandort.